Historie

Im Jahr 1997 war es soweit, nach langer Vorbereitungszeit eröffnete Schinkels Brauhaus am 17.10.1997 in der Oberburgstraße in Witzenhausen seine Pforten. Die Familie Schinkel lebt und arbeitet seit nunmehr über 300 Jahren in Witzenhausen. Der Anfang wurde begründet durch den Bau der Bäckermühle außerhalb der Stadttore an dem Bachlauf der Gelster (heute Walburgerstraße 48). Hier wurde für die Bäcker im Ort das Mehl gemahlen. Der Mahlbetrieb wurde nach ca. 150 Jahren eingestellt. Im Jahr 1934 eröffnete dann der Bäckermeister Wilhelm Schinkel nach erfolgtem Umbau eine Traditionelle Handwerksbäckerei die sehr schnell zum Anlaufpunkt der umliegenden Anwohner wurde. Hier wurde dann neben Brot und Brötchen auch der selbstgemachte Kuchen der Hausfrauen in den Bäckerofen geschoben und gebacken. Diese Tradition wurde durch seinen Sohn Karl Schinkel fortgesetzt.

 

Mit dessen Sohn Rainer Schinkel kam dann ein weiteres Handwerk hinzu – Das Handwerk des Brauer und Mälzers. Nach Ausbildung, Brauerei-Studium und verschiedenen Berufsstationen in anderen Brauereien entschloss sich Rainer Schinkel zurück in seine Heimat Witzenhausen zu kommen und im Jahr 1997 eine kleine Privatbrauerei zu eröffnen.

 

Die Idee bestand darin den elterlichen Bäckereibetrieb mit einer kleinen Hausbrauerei zu kombinieren. Dies wurde dann auch bis zum Tode von Karl Schinkel im Jahr 2000 vollzogen. Nach dessen Tod musste die Bäckerei als ständiger Betrieb schließen. Heute wird der Backbetrieb ausschließlich für Bus- und Besuchergruppen aufgenommen und nach einem schmackhaften Familienrezept Bierbrot gebacken.

 

In den Anfangsjahren wurde noch in der Gaststätte, in der Oberburgstraße, das Bier gebraut, bis dann verschiedene Vergrößerungen stattfanden. Diese begannen mit dem Bau des Veranstaltungssaales, Schinkels Back- und Brauhaus. Diese Räumlichkeit wurde um die historische Backstube des Familienbetriebes gebaut.

In 2001 wurde dann in Kooperation mit der WitzenhäuserUniversität, die Zertifizierung zur 1. Hessischen Biobrauerei vorgenommen.

 

 

 

Im Jahr 2006 erfolgte dann die nächste große Veränderung. Die Brauerei wurde komplett modernisiert und vergrößert. Vor die Räumlichkeiten des Back- und Brauhauses wurde ein Sudhaus mit zwei Kupferkesseln gebaut, in denen mittlerweile jede Woche ca. 5.000 Liter Bier gebraut werden. Ebenfalls in 2006 zog Deutschlands einzige Kautabakmanufatur, die Fa. Grimm & Triepel, in die ehemalige Bäckermühle ein, die auch besichtigt werden kann.

 

Mittlerweile ist Schinkels Brauhaus eine über die Grenzen Witzenhausens bekannte Brauerei, die sich durch ihre Sortenvielfalt und ihre verschiedenen Kreativsude einen Namen bei Bierliebhabern gemacht hat. Aus der ursprünglichen Bäckerfamilie wird nach und nach eine Brauerfamilie. So wird mittlerweile in der zweiten Generation gebraut, nachdem Rainer Schinkels Sohn, Fabio Schinkel im Jahr 2017 seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer mit Bestnoten abgeschlossen hat. Ebenfalls im Jahr 2017 absolvierte seine Tochter Sarah Schinkel die Ausbildung zur Diplom Biersommelière, so dass der Familienbetrieb über eine hohe Bierkompetenz verfügt, die in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut werden soll.